Hoch hinaus

Mit seiner Kraft erklimmt Bambus zwar nicht den Olymp, aber Wolkenkratzer. Er dient in Asien als Baustellengerüst. Gibt es für Qualität einen besseren Beweis?

Fantastisch

Ein Haus, welches Bambus als Hauptmaterial einsetzt. Ist das überhaupt möglich? Klicken Sie hier und sehen Sie selbst.

DIE KUNST DER VIELSEITIGKEIT

Bambus spiegelt den Zauber fernöstlicher Kulturen, ihre Lebensphilosophie und – Weisheit wieder. Bambus ist zeitlos, seine Historie weitreichend. Er vereint Vergangenheit, Gegenwart und 5000 Jahre altes Geistesgut asiatischer Kulturepochen. Seine Blütezeit währte zur Zeit der Sung-Dynastie (960-1279), in der die Verehrung der Natur eine außerordentliche Rolle spielte. Bambus – eine Pflanze mit Profil. HIGH TOUCH®  Bambusmöbel hält Sie auf dem Laufenden.

BAMBOO FOR YOU®.

Bambus begegnet uns in allen Lebenslagen: als Motivvorlage für Kleidung, Vasen, Skulpturen u.ä., als Schreibunterlage, als literarische Metapher. Im Bambus, der von der Kraft des Windes niedergedrückt sich wieder aufrichtet, sahen die Literaten das Vorbild für den Charakter eines edlen Mannes.

Seit dem 6. Jahrhundert bis in die heutige Zeit dient Bambus als Blumenopfer – seine Kraft und Ausstrahlung für einen Akt der Dankbarkeit.

Die Chinesen sagen „Bambus lacht“ und wir lachen mit ihm.

BAMBOO FOR YOU®.

 

 

 

Bambusstuhl von zeitloser Schönheit

Eine Ausstellung im Noguchi Museum in New York

 

Die Aktualität der Stühle von Isamu Noguchi und Isamu Kenmochi ist nicht nur der Retromode zuzuschreiben. Von den Form- und Materialexperimenten der beiden Gestalter können auch zeitgenössische Designer lernen, wie eine Ausstellung in New York beweist (November 2007).

 

Er wirkt wie eine Skulptur, der «Bambus-Korbstuhl» von Isamu Noguchi (1904–1988) und Isamu Kenmochi (1912–1971). In ihm bilden Formschönheit und kühne Konstruktion eine Einheit. Geflochtene Bambusstreifen formen den Sitz und die bananenförmige Rückenlehne, das Gestell besteht aus einer Eisendrahtschlaufe.

 

Der ganz modern erscheinende Stuhl ist das Ergebnis einer kurzen, aber fruchtbaren Zusammenarbeit des amerikanischen Bildhauers und Designers Noguchi mit dem japanischen Industriedesigner Kenmochi im Sommer 1950. Das Original ist heute verloren. Bisher existierten nur Fotografien dieses Prototyps, der entgegen aller Absicht nie in Serie ging. Eine sorgfältige Rekonstruktion des ikonenhaften Entwurfs bildet nun den spannenden Auftakt zu einer der dynamischen Verbindung von Noguchi und Kenmochi gewidmeten Ausstellung im New Yorker Noguchi Museum. Gleichzeitig rückt sie Kenmochi ins Licht der westlichen Öffentlichkeit. Das Werk des Designpioniers ist zwar in Japan, wo das Büro Kenmochi Design Associates in Tokio auch nach dem Tod des Meisters floriert, weithin bekannt, doch im Westen gilt es Kenmochi noch zu entdecken – ganz im Gegensatz zu Noguchi, dessen Möbel und Leuchten längst Design-Ikonen sind.

 

 

Andrea Eschbach, 22. November 2007, Neue Zürcher Zeitung

 

Bambus-Korbstuhl von Isamu Noguchi und Isamu Kenmochi

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